Ein Seraphim der Lüfte hat sich mitten unter die Menschen begeben.
Fasziniert wohnt er unserem merkwürdigen Treiben bei, fasst vergisst er
seine Herkunft darüber.
Von zwei stumm ergebenen Dienern geleitet, wandelt er hin. Menschen
verweilen. Er berührt, er umarmt sie; fühlt wie ein Mensch, nimmt
Anteil am sonderbaren Dasein. Je mehr er zu sehen bekommt desto
neugieriger wird er.
Doch dann besinnt sich der Engel, erhebt seine Arme. Die Diener kennen
das Zeichen. Klänge einer feinen Musik lassen den Seraphim und seine
Begleiter verschmelzen im Tanz. Die anmutigen Bewegungen spiegeln das
innere Glühen. Eine erhabene Verbeugung beendet den Tanz, die innere
Bewegung bleibt.
Sie werden weitereilen, ihre himmlischen Gabe auch mit anderen teilen.
Wer genau hinschaut, entdeckt den zart silbernen Hauch, den der Engel auf seiner Erdenspur hinterlässt.